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Es geht um Geld, um viel Geld, um unser Geld!

  • 6. Okt. 2023
  • 3 Min. Lesezeit


Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen


Jeder von uns sieht sich in diesen herausfordernden Zeiten, abgesehen von den täglichen medizinischen Herausforderungen der Patientenbetreuung, in irgendeiner Form mit Fragen der Kosten/Nutzenrechnung unserer Ordinationen konfrontiert.

Es geht dabei um das Geld, das wir erarbeiten müssen um unsere Ordinationen führen zu können, um unsere Assistent:innen bezahlen zu können, um davon leben zu können.


Es geht dabei aber auch um das Geld, das wir als Beiträge an die Kammer zahlen müssen, damit diese eine funktionierende, gesetzeskonforme Struktur zu unserer Interessenvertretung erhalten kann.

Dazu gehören selbstverständlich auch die Funktionsgebühren der von einer Mehrheit gewählten Mandatar:innen, die als Entschädigung für deren Arbeit ausbezahlt werden. Eine Arbeit die, wenn man sein Amt ernst nimmt, rasch in einen Fulltimejob ausarten kann.


In den Führungsetagen der Landeszahnärztekammer Wien betragen diese Dotierungen ein Vielfaches der normalen Funktionsgebühren. Auch die Funktionen in der österreichischen Zahnärztekammer sind dotiert. „Multifunktionär:innen“ (Bund und Land und weitere Nebenfunktionen) werden für jedes Amt extra dotiert.


Das ist gerechtfertigt, wenn die jeweiligen Ämter effizient im Sinne der Interessenvertretung der Zahnärzteschaft wahrgenommen werden. Wenn allerdings durch Ämterkumulierung die Dotationen einzelner Mandatar:innen monatlich eine Höhe erreichen, die sich dem Nettogehalt des österreichischen Bundeskanzlers nähern, muss man hinterfragen, ob all diese Ämter wirklich mit der nötigen Effizienz ausgeübt werden. Dafür darf man sich schon eine herausragende Standesvertretung erwarten.


Dies geschieht derzeit definitiv nicht!

Die Führung der Zahnärztekammer spricht vom „Anpfiff“ der zweiten Halbzeit der Funktionsperiode. Die Landeszahnärztekammer Wien lädt aus diesem Anlass sogar zu einem Fest. Nur: Was gibt es da zu feiern?

  • Kein wie immer gearteter Fortschritt bei den Kassenhonoraren (derzeit eigentlich Kassenhohnorare) Stattdessen erhalten wir von oben herab Mitteilungen „Ihrer Kammer“, die uns wissen lassen, welche Leistungen die Kasse künftig nicht mehr übernimmt und welche zusätzliche Bewilligungsschritte (Begründungen, Formulare, Röntgenbilder) wir zu erfüllen haben, welche neuen Auflagen die Kammer für uns bereithält.

  • Wiederholtes, desaströses Vorgehen bei den Verhandlungen und Abstimmungen der Kollektivverträge 2022 und 2023. Die Kammerführung Gruber / Schreder betreibt bisher nur interne „Betonpolitik“ wie sie es offensichtlich von der „großen Politik“ gelernt hat. Durch eine erzwungene Sitzung wurde diese Kammerführung nun ultimativ zur Neuverhandlung des Kollektivvertragsentwurf 2023 gezwungen. (Zur Erinnerung: Es wurde uns im Sommer 2023 vom Präsidium während der noch laufenden Sitzung des Bundesausschusses per Aussendung suggeriert, dass der Kollektivvertragsentwurf bereits beschlossen sei)

Der Zahnärztliche Interessenverband Österreichs - ZIV fordert:

Herr Präsident OMR Dr. Gruber, Frau Präsidentin Dr*in Schreder!

Beenden Sie endlich diese Taktik und Winkelzüge! Betreiben Sie eine echte Interessenvertretung für die Zahnärzt:innen! Lassen Sie sich nicht länger von der Krankenkasse vorführen, zeigen Sie Kante!


Bedenken Sie immer, wer Ihre Funktionsgebühren bezahlt!

Im Fußball vergeht die Zeit der zweiten Halbzeit oft schneller, als es den Spielern lieb ist!


OMR Dr. Franz Hastermann / Präsident des ZIV

Standespolitische Eskalation in der Bundeshauptstadt?


Von außen betrachtet liegt in der Bundeshauptstadt gerade etwas in der Luft. Möglicherweise etwas Infektiöses mit besonderer Affinität für medizinische Standesvertretungen. Patient 0 mit aufklärungswürdiger Finanzgebarung wurde im 1. Bezirk, Weihburggasse, Ärztekammer für Wien ausgemacht. Symptome: Therapiebedürftige finanzielle Befindlichkeitsstörungen mit körperlicher Eskalationstendenz.


Der uns aktuell zugespielte Newsletter des ZIV lässt vermuten, dass mittlerweile auch Patient 1 identifiziert werden konnte. Wiederum im 1. Bezirk, Kohlmarkt, Landeszahnärztekammer für Wien. Symptome: Familiäre Multifunktionitis mit Verdacht auf Polydotation seitens der Präsidentin samt Verwandtschaft. Für alle potentiell Infizierten gilt bis zum Erregernachweis natürlich die Unschuldsvermutung. Eine Funktionsquarantäne scheint allerdings ob der kolportierten Finanzgebarung angebracht. In diesem Fall liegt der Ball im Spielfeld des Wiener Ausschusses, der hoffentlich die richtigen therapeutischen Spielzüge vornehmen wird. Zum eigenen Besten versteht sich.


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