Widerstand gegen die Krankenkassenstrategie –Ein Weckruf zur Einigkeit!
- 10. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir stehen an einem Scheideweg, der die Zukunft unseres Berufsstandes in Österreich nachhaltig prägen könnte. Die Eskalation des Konflikts mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ist nicht bloß ein politisches Geplänkel, sondern ein direkter Angriff auf unsere wirtschaftliche und berufliche Existenz.
Individualverträge: Die perfide Strategie der Krankenkasse
Die jüngste Ankündigung der ÖGK, Individualverträge mit Zahnärztinnen/Zahnärzten einzuführen, zeigt ihre Absicht, unsere Kammer zu umgehen und uns als Einzelpersonen unter Druck zu setzen. Diese Vorgehensweise ist nicht neu – bereits in der Vergangenheit wurde versucht, uns mit solchen Verträgen zu spalten und unsere Verhandlungsposition zu schwächen. Doch wir dürfen nicht vergessen: Ein Einzelkämpfer ist leichter zu brechen als eine geschlossene Gemeinschaft.Diese Individualverträge sind nichts anderes als ein Trojanisches Pferd. Was auf den ersten Blick wie eine Lösung erscheinen mag, ist in Wahrheit ein Angriff auf unsere Solidarität und ein Versuch, uns langfristig in eine unterlegene Position zu manövrieren.
Das Amalgamverbot: Der wahre Hintergrund
Anstatt echte Alternativen anzubieten, werden uns unausgereifte und wirtschaftlich inakzeptable Lösungen wie Alkasit aufgezwungen. Die ÖGK behauptet, dieses Material sei die Zukunft, doch es gibt weder ausreichende Langzeitstudien noch die notwendige Qualitätssicherung. Hinzu kommt, dass diese Füllungen ausschließlich von einem Anbieter stammen – ein Monopol, das unsere Unabhängigkeit gefährdet.Unsere Forderung nach einer qualitativen und wirtschaftlich tragbaren Lösung wurde ignoriert. Die Weigerung, den Gesamtvertrag zu überarbeiten und fair zu verhandeln, zeigt klar, dass die Krankenkasse keinen Respekt vor unseren berechtigten Anliegen hat.
Unsere Botschaft: Keine Kompromisse auf Kosten unserer Berufsehre
Es ist unsere Verantwortung standhaft zu bleiben und uns nicht durch leere Versprechen oder kurzfristige Vorteile blenden zu lassen. Jeder Kollege und jede Kollegin, die einem Individualvertrag zustimmen, schwächen unsere Position und schaden langfristig nicht nur sich selbst, sondern dem gesamten Berufsstand.Wir müssen uns jetzt entschieden gegen diese Strategie stellen. Die Vergangenheit hat gezeigt: Wenn wir geschlossen auftreten, können wir Veränderungen herbeiführen. Aber dies erfordert Mut, Disziplin und Solidarität.
Was können wir tun?
Verweigern Sie Individualverträge:
Lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Lösungen blenden.
Zeigen Sie Stärke durch Gemeinschaft:
Nur gemeinsam können wir faire Bedingungen durchsetzen.
Informieren Sie Ihre Patienten:
Erklären Sie, warum diese Eskalation notwendig ist, um langfristig eine hochwertige Versorgung sicherzustellen.
Fazit
Die ÖGK hat uns zum Kampf herausgefordert – lassen wir diesen Angriff nicht unbeantwortet. Jetzt ist der Moment, unsere Werte zu verteidigen und zu zeigen, dass wir nicht bereit sind, unsere Zukunft aus der Hand zu geben.
Mit entschlossenen Grüßen
Dr. Otis Rezeghim
Namen des Vorstands des ZIV


